Weltall und das Leben, Fragen zum Urknall! Teil 1


Wolfgang Korsus Dipl.-Ing.NT, Astrophysiker

Klingenberg 40

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Mein Vorwort

 

 Ich habe jahrelang, besser gesagt jahrzehntelang, die Erfahrung machen müssen, Menschen , egal welcher Nation, welchen Glaubens und somit Religion sie angehören, alle haben bei den Themen Astrophysik, Astronomie und Kosmos sehr interessiert und meist verständlich zugehört.

Aber sobald viele von ihnen nachher ihr Gehörtes und vielleicht Verstandenes weitergeben wollten, kam es zum „Casus Knacksus“, es ging nichts ! ?

Dann heißt es immer „ Verdammt“, ich glaube ich habe das nicht verstanden, oder ist etwa alles wieder weg ?….erinnerten sich Viele…

 Ich selbst habe mich dann jedesmal gefragt, woran mag das liegen ?

Ja, ich bin jetzt nach langjähriger Erfahrung auch zu einem Schluß gekommen…..und der ist folgender….ok ?……

Es ist für einen „Wissenschaftler“ ganz einfach zu akzeptieren, meine vorher erwähnten Themen sind meist fachlich hochkompliziert und haben sehr komplexe Inhalte.

Also was macht der Zuhörer : „Zuhören ja, aber weitererzählen schwer !“ Das macht doch nichts….!

Moderne Forschung an eine interessierte Öffentlichkeit weiterzugeben ist nicht leicht !!!

Ich scheitere oft an dem „Rüberbringen“ des verdammt hohen Abstraktionsgrades und einer nicht vorhandenen simplen Anschaulichkeit der physikalischen Inhalte…..wie bringe ich das dann halt ohne gewisse Abneigung mancher Zuhörer rüber ?

Für mich zeigt sich das nicht schwer aber  leichter geht es halt auch nicht.

Also versuche ich es mal einfacher…Es geht um die verdammt hochinteressanten Fragen nach dem „Allergrößten“ und dem „Allerkleinsten“.

Runtergebrochen ist es nichts anderes als das Universum als Ganzes und der hyperfeinsten Struktur der Materie und genau damit führt das Gesagte oft in regelrechte Abgründe der Unvorstellbarkeit.

Vorsicht, machen wir das nicht ! Es geht auch einfacher. Schauen wir einfach nach oben. Dort zeigt sich uns in der Nacht ein meist dunkler „Himmel“.

Aber gute Sicht vorausgesetzt, im „Kosmos“ gibt es noch zumindest die Lichter der strahlenden Sternengasbälle, denn die entziehen sich nicht unserer Vorstellungskraft.

Doch schon wieder wird es für Viele unangenehm, sofort wird man mit Mengen von Zahlen erschlagen. Zum Beispiel dieser Gasball, für Lebende leicht zu sehen ….die Sonne! Dieser uns immer schon Begleitende ist viele hunderttausend Mal schwerer als die uns besser bekannte Erde und hat einen Radius von 700.000 Kilometern und es ist ein riesiger Fusionsreaktor. In seinem Innersten verschmelzen Atomkerne miteinander !? …..vorstellbar ?-

Selbst heute – bräuchten modernste Flugzeuge Monate für die Umrundung eines solchen Giganten. Und davon gibt es tatsächlich mehr als hundert Milliarden, allein in unserer Milchstraße. Die wiederum hat eine Ausdehnung von hunderttausend Lichtjahren. Sie als Leser sagen jetzt : das soll noch mit Verständlichkeit zu tun haben, nein erzählen Sie das jemand anderem !!!!!!

 

Im Gegenteil ich mache weiter, alles im Weltraum befindliche ist einfach herrlich, wenn man es schon mal gesehen hat…..spreche gerade von den Gebilden, Gegenständen und geometrischen Gestallten, im uns umgebenden Kosmos.

……die Spiralgalaxien, die Gas- Molekülwolken oder die Überreste von explodierten Sternen „Supernova“….auch Exo-Planeten kommen massenhaft vor.

Teleskope weltweit, jeder Art und Bauweise liefern uns hervorragende Bilder. Nun Vorsicht, sicher ist nicht alles was man sieht gleich richtig zu beurteilen. Deshalb sollte man nicht gleich an rätselhafte Geheimnisse oder irgendwelche mystischen Vorgänge denken in dieser unendlichen Weite des Weltraumes…….und wahrlich nicht zu vergessen die unvorstellbare Zeiten-Tiefe.

Meiner Meinung nach am abwegigsten ist die „Vermutung“ wenn man nur darüber spricht.

Ich kann mich erinnern, daß Menschen die Nachts ausgiebig nach Oben schauen grundsätzlich von der Vielfalt der Sonnen(Sterne) sehr beeindruckt sind. Dieses beeindruckt Sein  geht bei der Zuhilfenahme eines Fernrohres oder eines Profi Teleskops dann über in eine wahre überschwängliche Begeisterung.  Eine sehr wichtige Tatsache kommt jetzt meist gar nicht in den Sinn…….

Was du da siehst, ist die Vergangenheit nicht das „Ist“…….

Auf unserem Globus und natürlich auch in unserem täglichen Leben ist das ganz anders, denkt mal daran!

Das beobachtete Universum hat unbegreifliche Dimensionen. Wer da denkt er sieht gerade die Wirklichkeit, ….der täuscht sich. Er sieht eine Wirklichkeit die schon stattgefunden hat….es ist die Vergangenheit.

Das einfachste Beispiel in unserer engsten Umgebung ist die Sonne, man sieht ihre Strahlung und kommt ins Schwärmen, aber das Licht ist schon 8 Minuten und 17 Sekunden alt !!!

Der Zuhörer erschrickt und ist erstaunt wenn er erfährt das die Gleichzeitigkeit von allem kosmischen Geschehen und ihrer Wahrnehmung einfach unmöglich ist.

Selbst das Sonnenlicht, das in unser Auge fällt, ist schon acht Minuten alt. Wenn die staunenden Zuhörer erfahren müssen, dass eine Gleichzeitigkeit von kosmischem Geschehen und ihrer Wahrnehmung unmöglich ist dann habe ich fast immer in recht fassungslose Gesichter geschaut.

Ich weiß, ein Laie kann es nicht glauben, dass heute noch garantiert Objekte am Himmel zu sehen sind, die in Wirklichkeit  schon lange nicht mehr existieren? Also noch massiver ausgedrückt, der Beobachter des „Sternenhimmels“ wird nie erfahren das z.B. die gerade am Abend betrachteten Strahlen des uns am nahegelegensten Sterns, vielleicht die letzten gewesen sind, die er gesehen hat. Denn die Lichtquelle kann schon vor vielen Jahren in einer Explosion zerstört worden sein. Sie ist einfach weg, obwohl der Betrachter sie noch sieht.

Wenn heute Abend Strahlen unseres nahegelegensten Sterns in unser Auge fallen, so könnten das seine letzten gewesen sein, falls ihre Quelle schon vor Jahren in einer Explosion zerstört worden ist. Wir Menschen sind normaler Weise gewöhnt uns auf unsere sechs Sinne verlassen zu können, wie sollen sie  jetzt mit dieser wissenschaftlichen Wahrheit klarkommen ???????

So, und nun setze ich noch Einen drauf !!!!!

Bedeutend verrückter sind halt die bewiesenen Vorgänge in der Materie. Ich lasse meinem angelernten Wissen ganz freien Lauf.

Wie alle Materie auf der Erde aus Atomen aufgebaut ist, so sind, bitte denkt daran, auch wir aus ihr aufgebaut. Aber wie fast jeder wissen sollte ist deren Winzigkeit dermaßen unglaublich, dass unsere Vorstellungskraft komplett versagt. Ein Gramm  nur vom großen Zeh besteht aus feinst aufgebauten Molekülen der Haut, die wiederum aus zirka einer 10¹² mal einer 10¹² Atomen aufgebaut ist. Was dazu beiträgt, das jedes dieser Atome aus einem nahezu leeren Raum besteht mit nichts gefüllt. Man spricht höchstens von gewissen Aufenthaltswahrscheinlichkeiten und einem allerwinzigsten Kern. Bleiben wir beim Kern, genauer hingeschaut entpuppt der sich abermals als ein Nichts. Ich frage einfach frech, wie soll man das der Menschheit  nahe bringen…… ?

Ich versuche es……

…….und jetzt aufgepasst, allergrößte Herausforderung ist für den gesunden Menschenverstand die Verbindung des Allergrößten mit dem Allerkleinsten, wenn sich das Universum also in seine Existenz wirft. Spätestens hier ist Schluss mit lustig!

Oder, ich sag das so einfach, vielleicht nicht, vielleicht muss man sich gerade im Angesicht solcher Grenzfragen wieder an eine zutiefst menschliche Eigenschaft erinnern: Stellen wir uns doch der Welt mit einer gesunden Portion Humor! …oder Lachen.

Das Absurde der abstrakten Modelle von Kosmos und Materie ist schließlich ganz offensichtlich da. Mit unserer normalen Alltagswelt hat das alles nichts zu tun und doch könnte man sich gerade darüber freuen, dass unser Verstand, der ja nur an dieser normalen Alltagswelt getestet worden ist, sich an die Grenzen des gerade noch irgendwie Erkennbaren heranwagt. Und das tut er offensichtlich mit großem Erfolg. Aber warum funktioniert das so gut? Wieso kann der Mensch, selbst ein Teil der Natur, sich nicht nur fragen, was es mit der Natur auf sich hat, warum findet er auch noch Antworten, die er verstehen kann? ( Wenige, aber verstehen !!!)

 

Hier eröffnet sich für Wissenschaftler, Ich sage lieber uns Wissenschaftler, die an die Öffentlichkeit gehen, eine wichtige Perspektive. Es geht eben nicht nur darum, alle Einzelheiten wahrheitsgetreu zu präsentieren in der Hoffnung, dass alle verstehen, worum es geht. Es geht vielmehr um die Potenz und Kraft der Vernunft, um die Möglichkeiten, die unser Bewusstsein bietet. Hier fordern wir unsere ganz grundsätzliche Fähigkeit heraus, sich über unsere normalen Sinne und deren Anschauungen hinwegzusetzen. Ein öffentlicher Vortrag über Sachthemen der Wissenschaft kann somit zu einem Fest des Verstandes und der Vernunft werden. Traue nicht nur deinen Augen und Ohren, verlange nicht die unmittelbare Einsicht und Anschauung im wörtlichen Sinne, sondern stelle dir vor, es gäbe mehr, als du schmeckst, riechst, hörst und siehst. Sondern stelle dir mal einfach vor, es gäbe auch das, was du denken kannst. Ich wiederhole, denken kannst. Aber, sehr zu beachten, nicht alles, was du denkst, gibt es auch, ……..aber doch vieles!

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