
Können wir die uns noch verbleibenden Jahre gestalten
Ich fühle mich verpflichtet eine klarstellende Bemerkung zu machen, denn 100 Jahre später wissen wir Physiker über das Universum sehr viel mehr als Einstein damals. Wir verfügen heute über Mengen von grandiosen Entdeckungswerkzeugen wie Teilchenbeschleuniger, Supercomputer, Weltraumteleskope und Experimente wie die Arbeit des LIGO über Gravitationswellen sie benutzt. Doch liebe Leser, nicht jetzt euer schwer verdientes Geld wegschmeißen, unsere mächtigste Eigenschaft ist nach wie vor die !? Phantasie !?
Es ist uns möglich mit ihr überall in Raum und Zeit frei umher zu schweifen und sehr wichtig, sich nachher die weitreichsten Gedanken machen. Wir können die Unmengen der exotischsten Naturphänomene beobachten, während wir entspannt Auto fahren, im Bett vor uns hindämmern und dösen, oder so tun, als würden wir bei einer Party jemandem aufmerksam und interessiert zuhören.
Als Junge war die E-Eisenbahn (Spur N) nicht nur mein Hobby sondern für die Einhaltung eines exakten Fahrplans hätte ich leidenschaftlich gerne Fernsteuer- Schaltkreise untersucht um herauszubekommen, wie sie funktionierten. Damals war es naheliegend, etwas auseinanderzunehmen und seine Funktionsweise aufzuspüren. Nicht immer schaffte ich es, die Spielzeuge wieder zusammenzubauen, die ich zerlegt hatte, aber ich lernte sicher mehr als ein Junge oder ein Mädchen, das heute den gleichen Trick mit einem Smartphone ausprobieren würde. Jedoch immer noch ist es mein Lieblingsjob herauszubekommen, wie Dinge eigentlich funktionieren–nur verändert hat sich lediglich die gewaltige, ich hätte fast gesagt unendliche Größenordnung.
So versuche ich mir notgedrungen was anderes vorzustellen……
…wie das Universum selbstverständlich unter Verwendung der Gesetze der Physik funktioniert. Wenn ihr oder besser man es wissen will, wie etwas funktioniert, können wir es kontrollieren. Das klingt absolut simpel, wenn ich es so formuliere! Und doch bezeichne ich es als ein spannendes, komplexes Unterfangen, das ich während meines gesamten Lebens als „Erwachsener“ immer faszinierend fand und als spannend erlebte. Ich habe mit einigen der weltweit bedeutendsten Wissenschaftlern „in Cognito“ zusammengearbeitet. Dabei hatte ich das Glück, in einer veritablen Glanzzeit meines Spezialgebiets -„der Kosmologie“, der Erforschung der „Ursprünge des Universums“ – zu leben. Ich stelle fest der menschliche Geist ist ein ganz unglaubliches Phänomen. Er kann sich die Grandiosität der Himmelssphären und die durchschaubaren Feinheiten der Grundbestandteile der Materie vorstellen.
Damit aber der Geist sein volles Potential ausreizt und erreicht, ist allerdings ein besonderer Funke erforderlich: der Funke der „Wissbegierde“und des Staunens. Dieser Funke springt häufig von einem Lehrer vergangener Tage über.
es folgt Teil 3